von ZERO an

Instrumental.Stimme.Elektronik.Experimental – Gespräch

Zurück zu ZERO? Aktuelle persönliche und künstlerische Visionen

Donnerstag 2. Juli, 22 Uhr,  Auf AEG, Halle 20, Nürnberg

Experimentelle Werke zu der Ausstellung bzw. Ausstellungsarchitektur „von ZERO an“ von und mit Studierenden der Hochschule für Musik geben ausgewählten Werken der ZERO-Künstler einen neuen Raum, lassen diese aus neuen Perspektiven erleben. Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars „stimme.klang.orte – urban sound studies“ von Prof. Peter Gahn und Prof. Susanne Kelling entwarfen ein neues Werk für Stimmen, Instrumente und Elektronik als Musik zur Ausstellungsarchitektur „von ZERO an“, inspiriert vom Bild „Ohne Titel“ 1978 von Reinhard Omir. Uraufgeführt wird dieses neue Werk von den Seminarteilnehmerinnen und -teilnehmern u.a. zusammen mit Studierenden der Chorleitungsklasse von Prof. Alfons Brandl und Akkordeonklasse von Prof. Irene Urbach.

Begonnen wird die Veranstaltung mit dem 1966 bahnbrechenden, experimentellem Werk Sequenza III des italienischen Komponisten Luciano Berio für Stimme Solo, interpretiert von der Mezzosopranistin Susanne Kelling. Eine gemeinschaftliche Arbeit des Malers Walter Padao mit dem Komponisten Peter Gahn schließt den performativen Rahmen.

In dem 1996 von dem Künstler Walter Padao zusammen mit Philipp Sternfels konzipierten und begonnenen Schichtportät-Projekt werden drei gleichformatige Porträtgemälde dreier Personen in frei gewählten Zeitabständen, teils nach mehreren Jahren, mit neuen Porträtschichten übermalt, so dass mit der Zeit drei vielschichtige, nach und nach wachsende Schichtporträts je einer porträtierten Person entstehen. Die einzelnen fertiggestellten, sich überlagernden Porträtschichten werden vor ihrer erneuten Übermalung, einem zugleich destruktiven und schöpferischen Prozess, fotografiert oder auf andere Weise dokumentiert. So z.B. in Form einer Videodokumentation der übermalten Schichten (Zeitraffer von 1996 bis 2015), die in der Veranstaltung den 3 Originalgemälden gegenübergestellt wird. Kombiniert wird dies mit dem Werk Night Tree / Moontan für Live-Elektronik des Komponisten Peter Gahn. Aufnahmen beim Malen auf Leinwand, insbesondere einzelne Pinselstriche daraus, bilden das Grundmaterial der Musik von Night Tree / Moontan. Die starke ruhige Stille des Videos und der Porträts wird durch die akustischen Pinselstriche der elektronischen Musik zu einen größeren Raum, einer weiteren Dimension hin geöffnet und ist wiederum auch eine musikalische Umgebung zu Gahns Klängen, gibt diesen eine materielle Substanz.

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PROGRAMM:

Luciano Berio: Sequenza III für Frauenstimme (1965-66)

Susanne Kelling, Mezzosporan

Neues Werk für Stimmen, Instrumente und Elektronik

Musik zur Ausstellungsarchitektur „von ZERO an“, inspiriert vom Bild „Ohne Titel“ 1978 von Reinhard Omir

Studierende des Projektes „stimme.klang.orte – urban sound studies“ (Prof. Susanne Kelling, Prof. Peter Gahn)

Neues Werk für Stimmen

Sprachklangexperimente aus dem Textmaterial des ZERO-Manifestes

Studierende des Seminars „Komponieren im Instrumental-/Gesangunterricht“ (Prof. Peter Gahn)

Walter Padao: Schichtportraits (1996-2015)

Präsentation der 3 Originalgemälde und Videodokumentation

(Konzept Walter Padao & Philipp Sternfels)

& Peter Gahn: Night Tree / Moontan für Live-Elektronik (2009)

Aufführende: Studierende der Chorleitungsklasse Prof. Alfons Brandl, Gesangsklasse Prof. Susanne Kelling und Akkordeonklasse Prof. Irene Urbach, ergänzt durch Studierende und Dozenten der teilnehmenden Seminare

Gesprächskreis: Zurück zu ZERO? Aktuelle persönliche und künstlerische Visionen

Walter Padao, Maler, Düsseldorf

Philipp Sternfels, Berlin

Prof. Alfons Brandl, Sänger, Chorleiter, Vize-Präsident Hochschule für Musik Nürnberg

Prof. Peter Gahn, Komponist, Hochschule für Musik Nürnberg

teilnehmende Studierende der Hochschule für Musik Nürnberg

Einführung, Moderation:

Russalka Nikolov, Kunsthistorikerin, Museumsdirektorin DB Museum, Nürnberg

Auf AEG, Halle 20,

Fürther Straße 244-254/Muggenhofer Straße 132/135,

90429 Nürnberg

https://padao.de/schichtportraits/

http://www.petergahn.de/works/NightTree_Moontan.html

http://www.susannekelling.de/

http://www.alfons-brandl.de/

Prof. Irene Urbach: http://www.hfm-nuernberg.de/hochschule/personenverzeichnis/kontaktdetail/

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Selbstportrait 2014

ORT: 1060 Wien, Mariahilferstraße 103

ZEIT: Mittwoch, 10. September 2014 bis Mittwoch, 24. September 2014

OFFIZIELLE ERÖFFNUNG: Mittwoch, 10. September 2014, 19 Uhr

Elisabeth von Samsonow (Professorin an der Akademie der bildenden Künste Wien) wird einführende Worte zur Ausstellungseröffnung sprechen

www.selfportrait2014.at

 

W E R   B I N   I C H ?

Schon der Mythos der Odyssee des griechischen Dichters Homer handelt von der Suche nach der eigenen Identität. Resultat der Heimreise des Odysseus war die Erkenntnis, dass das Ziel nicht entlang des Weges zu suchen ist, sondern in uns liegt.

Seit Albrecht Dürers Selbstdarstellungen fordert die Bildgattung des Selbstporträts die Künstler immer wieder heraus, die Konfrontation mit dem Ich zu suchen und sich der existenziellen Frage zu stellen: “Wer bin ich?”. Künstler kehren das Innerste nach außen um dem Ich auf die Spur zu kommen, aber sie schlüpfen auch in Rollen und Masken.

Walter PadaoSP2_PS2.7+

Padao Hybrid SP2_PS2/7+

S E L B S T P O R T R Ä T   A L S    H E R A U S F O R D E R U N G

Der Satz “Ich ist ein Anderer” von Arthur Rimbaud wurde wie eine
künstlerische Kampfansage an das traditionelle Selbstporträt aufgefasst.
Das Selbstporträt als Befreiungsschlag: Ich ist grenzenlos – Ich ist ein Anderer.

Das Selbstporträt als egozentrisches Universum unendlich vieler anderer Ichs.
Cindy Sherman, Francis Bacon, Maria Lassnig und zahlreiche andere zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler haben das Selbstporträt für sich neu erfunden als Bühne der Selbstinszenierung und Selbstdarstellung, aber auch als Experimentierfeld.
Es gilt nun, das Künstler-Ich in all den anderen Ichs zu entdecken.

ERREGTER STILLSTAND

AUSSTELLUNG ZUR JAHRESTAGUNG DER DEUTSCHEN PSYCHOANALYTISCHEN GESELLSCHAFT (DPG)

ERÖFFNUNG DER TAGUNG UND VERNISSAGE

Do, 19. Juni 2014 (öffentlich):

18h Vernissage

19h Öffentlicher Vortrag – Sigrid Weigel: Spiegelfechtereien / Die Spiegelszene im Zeitalter der Spiegelneuronen

21h Visuelle Jam-Session / Moderation Hans-Christian Helling

Düsseldorf / Radisson Blue Scandinavia

Öffnungszeiten: Do / 19.06. / 18h – 23h

und So / 22.06. / 13h – 15h