interdisziplinäre Performance
30. September 2017, 20:00 Uhr
Versteigerung & Podiumsdiskussion
Eintritt: Eine Gabe zur Versteigerung (oder als Gebot); beim Eintritt erhält jeder ein bedingungsloses Grundbier für den Abend.
Im freien Spiel sollen Kunstwerke, Gegenstände, Dienstleistungen gegen frei gesetzte Gegenleistungen versteigert werden: eine Zeichnung gegen 3 Massagen, eine Lesung… einen Toaster gegen ein Lied für den Abend, ein Gedicht, einen Podiumsplatz…
anschließend gibt es eine Podiumsdiskussion zum Thema „Was ist es mir wert“ –
Teilnehmer:
Susanne Ebrahim – Koordinatorin Gemeinwohlökonomie Gruppe Niederrhein
Felix Naumann – Bündnis Grundeinkommen (BGE)
Walter Padao – Künstler
ggf. einer der Gäste
Eva Mühlenbäumer (Moderation)
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Wer denkt nicht gleich an Sprache, wenn das Wort „Translation“ fällt, wer nicht an die Crux, ein Wort exakt in einen anderen (fremd)sprachlichen Kontext zu übersetzen? Aber ist Sprache nicht viel mehr als nur die Worte, aus der sie besteht? Ist sie nicht ein komplexes System der Kommunikation?
Und was bedeutet vor diesem Hintergrund „Translation“?
Die dritte Ausgabe von KOMMUNIKATION 9 : TRANSLATION begibt sich auf die „Spurensuche“ und lotet das Spannungsfeld zwischen verbaler und nonverbaler, zwischen visueller und auditiver Kommunikation aus. Mit der Schauspielerin Teresa Zschernig und Sängerin Tamara Lukasheva, dem Tänzer Jean-Laurent Sasportes und Schlagzeuger Jens Düppe treffen Text, Tanz, Gesang und Percussion aufeinander. Die vier Genre werden einander gegenüber gestellt und wieder verknüpft, agieren mit und reagieren aufeinander, werden zu einem System der zwischenmenschlichen Kommunikation, zum Träger von Inhalten und Emotion, lassen den Ursprung des Wortes „Translation“ mit trāns = „hinüber“ und ferre = „tragen“ zum Spielball der Akteure werden.
INFO:
Karten unter: http://operamrhein.de/de_DE/repertoire/young-moves-2016-17.1089009
Wie entsteht ein neues Ballett? Wie kommt eine Idee von Kopf und Herz auf das Papier, wie zu den Menschen, die sie umsetzen sollen? Und wie auf die Bühne und vor die Augen des Publikums? Mit „Young Moves – Plattform Choreographie“ erhalten Tänzerinnen und Tänzer des Balletts am Rhein die Möglichkeit, eigene Uraufführungen zu entwickeln und sich mit ihren Ballett-Kreationen dem Publikum vorzustellen. Martin Schläpfer und Remus Sucheana war es ein Anliegen, mit der zweiten Runde dieser Reihe nicht nur neue Talente zu präsentieren, sondern auch einige der jungen Choreographen der letzten Spielzeit weiter zu fördern.
„Woher kommt eine Choreographie? Wo liegt ihr Ursprung?“ Diesen Fragen stellt sich Wun Sze Chan und sucht in ihrem neuen Werk nach einer Antwort, indem sie die einzelnen „Zutaten“ eines Balletts einzeln betrachtet. „Wenn man genau hinschaut, wird klar, dass eine Choreographie mehr ist als die Summe der Elemente, aus denen sie zusammengesetzt ist.“ Ausgehend von einem einfachen Bewegungspattern will sie erforschen, wie sich dieses weiterentwickelt und aus einer zunächst statisch erscheinenden Figur etwas Lebendiges entstehen kann. Dabei steht für sie die Suche nach der Essenz von Tanz und die damit verbundene Freude am Tanzen an erster Stelle.
Der zweite Streich: KOMMUNIKATION 9 N°2: FORM & ENTFALTUNG am 20.05.2017, 20:00 im Weltkunstzimmer, Düsseldorf (Eintritt: 12.- / 8 .-)
Was ist „Form“? Was ihr ausschlaggebenes Moment? Was bedeutet Form in der Wahrnehmung von Kunst und Musik? Hat sie nicht die Ästhetik beeinflusst? Sind nicht ganze zum Teil kontroverse Lehren daraus entstanden? Der eine spricht von der melodischen Entfaltung in der Zeit (Holger Schenk), der andere von der Entfaltung eines musikalischen Gedankens, der in harmonischen (Fern-)Beziehungen das Netz bildet, durch das diese Entfaltung getragen wird (Arnold Schönberg).
Der zweite „Streich“ der Reihe Kommunikation 9 „FORM & ENTFALTUNG“ verlässt die Theorie und setzt ihr die Praxis entgegen. Mit dem Ziel einem jeden die Möglichkeit zu bieten, Form und Entfaltung individuell zu erfahren, kommunizieren der Maler Walter Padao, der Improvisationsmusiker und Künstler Simon Rummel zusammen mit dem „Chor im Takt“ aus Stammheim, sowie der Organist Dominik Susteck auf Basis einer medialen Live-Übertragung zwischen drei verschiedenen Orten, dem WELTKUNSTZIMMER in Düsseldorf, der Immanuelkirche in Köln, sowie der Kunststation St.Peter, ebenfalls in Köln.
Padao’s zeichnerische Spielanweisungen aus dem WELTKUNSTZIMMER werden den beiden Musikern live auf Bildschirme gespielt und sie interpretieren diese musikalisch, ohne sich dabei gegenseitig hören oder sehen zu können. Die beiden autonomen musikalischen Interpretationen werden nach Düsseldorf übertragen und dort übereinander gelegt. Der Zuhörer im WELTKUNSTZIMMER schafft in einer bisher ungekannten Installation selbst assoziative Hör-Verbindungen zwischen den zwei voneinander losgelösten Klangwelten, wobei beide sich in der Summe wiederum auf Walter Padao’s visuelle Gestaltungen auswirken.
Erneut lässt sich Walter Padao zusammen mit Künstlern ganz anderer Sparten auf dieses Experiment ein, war doch bereits im letzten Jahr das Ergebnis immens erstaunlich!
„ To obtain the value of a sound or a movement, measure from zero. Pay attention to what it is, just as it is. “
John Cage
der Startschuss zur Auftaktveranstaltung von KOMMUNIKATION 9: OUTSIDE IN fällt am
06.05.2017, 20:00
im Kunstraum Fuhrwerkswaage, Köln Sürth
Zum Kick-off der diesjährigen Veranstaltungsreihe KOMMUNIKATION 9 stellen sich Künstler und Künstlerinnen aus unterschiedlichsten Sparten einer ganz besonderen Herausforderung! Es ist ein architektonischer Kubus mit all seinen Besonderheiten: Der Kunstraum Fuhrwerkswaage mit seiner historischen Backsteinfassade direkt am Bahnhof in Köln Sürth. Hier erzeugt der absolut rechteckige Innenraum mit seinen sechs kongruenten Quadraten als Begrenzungsflächen durch die Nachhall-Zeiten eine akustische Besonderheit. Die Beteiligten nutzen diese klanglichen Reflexionen und stülpen das Gebäude einmal ganz um. Sie vermischen das Außen mit dem Innen und bringen Raumgrenzen zu Fall. Das Äußere kommt nach Innen und Unsichtbares wird erlebbar – ganz OUTSIDE IN.
Mit KOMMUNIKATION 9 – No 1: OUTSIDE IN stellen sich ganz besondere Klang- wie ProjektionskünstlerInnen dieser akustischen Herausforderung: Eva Pöpplein aus Köln an der Elektronik, der aus den Niederlanden stammende Improvisations- Schlagwerker Etienne Nillesen, den aus Düsseldorf kommenden Maler Walter Padao, und den süddeutschen Perkussionisten Jens Düppe.
Die Konzertreihe KOMMUNIKATION 9 ist seit 2011 eine Plattform für interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Kunst- und Musikbereiche, ins Leben gerufen vom Kölner Komponisten und Schlagzeuger Jens Düppe und seit 2016 inhaltlich mitgetragen durch den Düsseldorfer Maler und Projektionskünstler Walter Padao. KOMMUNIKATION 9 schlägt direkte Brücken zwischen den Kunstbereichen und erforscht Anknüpfungspunkte und Gemeinsamkeiten dieser.
Fr, 31.03.2017, ATELIER PADAO, 21 Uhr Eintritt: 12 € / 24 Rheingold
www.atelier-fuer-medienprojekte.de
Re:loop_2 ist eine performative Begegnung von drei Künstlern und eine interdiziplinäre Reise mit unbekanntem Ziel. Julia Kent bildet mit ihrer Musik die Basis und Inspiration für einen konspirativen Prozess von einer weißen Leinwand zu einem Bild. Medialisiert durch analoge und digitale Apparaturen löst Egbert Mittelstädt das Bild von der Leinwand, wirft es auf sie zurück und setzt es in Bewegung. Walter Padao nimmt die medialen Einflüsse in seine Malerei auf und macht das Licht selbst zum Werkzeug der Malerei – es entsteht eine Feedbackschleife zwischen Musik, Malerei und Projektion. Vorangetrieben durch die Musik durchläuft das entstehende Bild verschiedenste Stadien und führt ein Doppelleben, auf der Leinwand und als Projektion.
Sa, 11.03.2017, ATELIER PADAO, 21 Uhr Eintritt: 12 € / 24 Rheingold
Fr, 17.02.2017, ATELIER PADAO, 21 Uhr Eintritt: 12 € / 24 Rheingold
Sa, 19.11.2016, ATELIER PADAO, 21 Uhr Eintritt: 10 € / 20 Rheingold